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Angefangen hat alles mit dem Hinweis eines nach wie vor engagierten „Ü80-Lömbijers“, der zu mir meinte: „Die Bank füam Museum müssde och mol gestrichen wäan.“ Gerne könne er das Streichen übernehmen, wenn nur jemand zuvor die Bank säubern würde, denn das könne er nicht mehr. Daran sollte die Aktion natürlich nicht scheitern und so machte ich mich an einem sonnigen Samstag mit Spachtel und Drahtbürste ans Werk. Dabei kam ich mit Nachbar Marco Carracoi aus „Pats Haus“ ins Gespräch. Irgendwann fragte der, wie ich das mit den gusseisernen Seitenteilen machen wolle. Auf mein Schulterzucken hin bot Marco an, die beiden Teile zu sandstrahlen und neu zu lackieren. Ich brach meine Arbeit ab und wollte die Bank am Montagabend auseinanderbauen, um Marco die Gussteile mitzugeben und die Bank leichter reinigen zu können.

Sandstrahlen & Anstreichen

Nachmittags jedoch rief mich mit „Stohls Stefan“ (Reddemann) ein weiterer Museumsanwohner an. Seine Liebste, Bettina, hatte mich beim mühsamen Bankreinigen beobachtet und – ich vermute mal aus Mitleid – beschlossen, dass die beiden die Reinigung der Bretter übernehmen. Und zwar mit Bandschleifer und auch gleich noch für die beiden baugleichen Exemplare vom Dorfplatz. Nachdem die „Abteilungen“ Sandstrahlen und Anstreichen der Verdreifachung des Auftrags zugestimmt hatten, machte man sich im „Unnadorf“ an die Arbeit.

Dass es am Ende gar fünf Bänke wurden, sei abschließend vor allem deshalb erwähnt, weil die letzten beiden zum Aufarbeiten aus dem „Üwerdorf“ angeliefert wurden. Ich würde mal sagen, da hat jetzt jemand was gut! Wie auch immer, Fakt ist, dass der Hinweis „die Bank füam Museum müssde och mol gestrichen wäan“ eine ebenso lobenswerte wie unvorhersehbare Eigendynamik entwickelte, an deren Ende fünf quasi zum Nulltarif bestens sanierte Bänke stehen. Ein dickes und herzliches Dankeschön euch allen für diesen wieder mal vorbildlichen Einsatz in meiner alten Heimat, dem schmucken „Unnadorf“.

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